
Die
Geschichte der Aloe Vera
Aus
alten Dokumenten wird ersichtlich, dass Aloe Vera schon seit einigen tausend
Jahren bekannt ist. Schon die chinesischen Kaiser wußten um den gesundheitlichen
Wert der Aloe Vera. Auch die alten Ägypter kannten Aloe Vera. Dioscorides - ein
griechischer Arzt - benutze sie wegen ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften.
Alexander der Grosse ließ sie in Wagen pflanzen, damit er immer frische Vorräte
auf seinen Feldzügen hatte und auch Christopher Columbus hat die Planze auf
seinen Reisen im Topf mitgeführt.
Bereits seit tausenden Jahren greifen die Menschen erfolgreich zu Mitteln aus
der Natur um körperlichen Leiden vorzubeugen und zu bekämpfen.
Die
ersten Aufzeichnungen zum nährenden Saft der Aloe Vera Pflanze wurden vor etwa
6.000 Jahren in Ägypten gemacht. Sie galt als Pflanze, deren "Blut" Schönheit,
Gesundheit und Unvergänglichkeit verleiht. Cleopatra und Nofretete schätzten den
wohltuenden Saft und verwendeten ihn zur täglichen Haut- und Schönheitspflege. Der
Gebrauch von Aloe Vera galt als Streben nach körperlicher Schönheit.
Für
den Kaiser des antiken China symbolisierten die heilkräftigen hornigen
Randstacheln der Aloeblötter die heiligen Nägel der Gottheit.
In den asiatischen Ländern war die
Aloe Vera zu dieser Zeit bereits ein fester Bestandteil der medizinischen
Behandlungen. Alexander der Große (356 - 323 v.Chr.) ließ die Verletzungen
seiner Krieger mit dem Saft der Aloe Vera auskurieren. Er ließ sie in Wagen
pflanzen, damit er immer frische Vorräte auf seinen Feldzügen hatte. Es heißt,
Aristoteles habe Alexander den Großen dazu überredet, die Insel Sokotra zu
erobern, um in den Besitz der Aloe Haine zu kommen - damit standen ausreichend
Heilmittel zur Verfügung, um die verletzten Krieger versorgen zu können.
Auch die Römer nutzten die
Erfahrungen der Ägypter und Griechen mit der wohltuenden Wirkung der
Aloe-Vera-Pflanze. Während der Herrschaft von Kaiser Nero, um 50 n. Chr., lebte
der im ganzen Orient herumreisende Arzt und Naturforscher Dioskurides. Er
stellte in mehreren Büchern eine Arzneimittellehre mit vielen Rezepten zur
Behandlung von einigen hundert Krankheitsbildern. In seinen umfangreichen
Kapiteln über die positive Wirkung von Pflanzen beschreibt er die Aloe als eine
seiner bevorzugten Heilpflanzen. Er empfahl die Anwendung des Aloe-Saftes bei
zahlreichen Beschwerden zur Wundbehandlung, bei Magen- und Darmbeschwerden,
Zahnfleischentzündung, Gelenkschmerzen, Juckreiz, Sonnenbrand, Akne, Haarausfall,
usw.
Mit der Aloe Vera wurden Neue
Welten entdeckt: Christoph Kolumbus führte Blumentöpfe mit Aloe Vera auf seinen
Schiffen mit, um mit dem Aloe Vera Saft die Wunden seiner Söldner behandeln zu
können.
lm 16.Jahrhundert sammelten spanische Jesuitenmönche - noch heute bekannt, als
bestausgebildetste Pflanzenkunder und Heiler - die wilde Aloe Vera und
verbreiteten sie auch an Orten, an denen sie bis dahin nicht heimisch war. Die
Maya-Indianer gaben dem hoch wirksamen Saft dieser Wüstenpflanze den Namen
"Quelle der Jugend".
Bekannt ist auch das Lebenselexir
des schwedischen Arztes Dr. Yernest, der im Alter von 104 Jahren an den Folgen
eines Reitunfalls starb. Das Rezept des Elixiers war damals schon seit mehreren
hundert Jahren ein Familiengeheimnis. Yernests Vater wurde 107, seine Mutter 112
Jahre alt und einer der Vorfahren soll gar 130 Jahre alt geworden sein.
Inzwischen ist die Rezeptur bekannt - Das heute unter dem Namen Schwedenkräuter
bekannte Elixier hat ziemlich die gleiche Zusammensetzung: Eine Unze
Soccotra-Aloe, je ein Gros Zitwerwurzel, Enzianwurzel und vom besten Safran, ein
Gros feinen Rhabarberwurzel, ein Gros Lärchenschwamm, ein Gros venezianischer
Therlak werden mit einer Pinte gutem Branntwein vermischt, zehn Tage lang ziehen
lassen, filtrieren ...
Der schwedische Doktor versicherte seinerzeit bereits: "Täglich des Morgens 7
bis 8 Tropfen dieses Heilmittels in Wein, Tee oder Bouillon genommen, und man
lebt lange, ohne einen Aderlass oder einen Arzt zu brauchen. Das Wunderbare
daran ist, dass dieses Mittel für alles gut ist."
Im
Sanskrit trägt die Aloe den Namen Ghrita-kumari. Kuman bedeutet im Sanskrit auch
Mädchen. Man glaubte, dass die Pflanzenheilkunde den Frauen die Energie der
Jugend verleiht und von regenerierender Wirkung für die weibliche Natur ist. In
der indischen Ayurveda-Medizin findet die Aloe vielfältige
Anwendungsmöglichkeiten, z.B. als Verjüngungsmittel, bei
Menstruationsbeschwerden und zur Kreislaufstabilisation.
Ayurveda umschließt den ganzen Menschen. Seele und Körper müssen in Harmonie
sein. Diese Behandlungsart findet auch in den westlichen Industrieländern
zunehmend Beachtung.
Bei
den Mohamedanern dient die Aloe-Vera-Pflanze nicht nur als Heilpflanze sondern
auch als religiöses Glückssymbol.
Im 10.
Jahrhundert empfahl der Patriarch von Jerusalem Alfred dem Großen von England
die Aloe-Heilpflanze. Auf diesem Weg gelangte sie nach Britannien.
Ursprünglich war die Aloe-Pflanze nur in Ost- und Südafrika heimisch. Auch heute
ist sie noch vorzüglich auf den Kanarischen Inseln finden, weil das dortige
Klima optimal für die die Pflanze ist.
Von
Sklaven oder seefahrenden Engländern wurde sie dann wahrscheinlich auf die
westindischen Inseln und nach Florida eingeführt.
Während des 16. Jahrhunderts wurden auch die Indianerstämme mit der
Aloe-Heilpflanze vertraut. Bei ihnen gehörte die Aloe zu den 16 heiligen
Pflanzen, die wie Götter verehrt wurden. Mit verdünntem Aloe-Vera-Saft rieben
sie sich den ganzen Körper ein, um bei ihren beschwerlichen Wanderungen in den
Sumpfgebieten vor Insekten geschützt zu sein. Diese insektenabweisende
Eigenschaft der Aloe wurde später von den Indianern auch dazu genutzt,
Materialien, die insektenanfällig waren, z.B. Holz, mit dem Aloe-Vera-Saft
einzureiben. Dadurch blieben sie viele Jahre unbeschädigt.
Die
indianische Anwendung der Aloe-Vera-Pflanze vor allem auch bei Verbrennungen
wurde an den amerikanischen Universitäten zwischen 1930 und 1950 in zahlreichen
Studien untersucht und bestätigt. Ende der fünfziger Jahre gelang es Bill C.
Coats, einem Apotheker aus Texas, der einen guten Teil seines Lebens mit dem
Studium der Aloe vera verbracht hatte, das frische Mark der Pflanze mittels
eines vollkommen natürlichen Verfahrens haltbar zu machen, ohne daß es
Nährstoffe verlor. Sein Geheimnis, das er patentieren ließ, besteht darin, das
Pflanzenmark drei Tage lang unterschiedlichen Temperaturen auszusetzen und
wirksame Antioxidantien wie die Vitamine C und E sowie Sorbit hinzuzufügen.
In den
USA ist deshalb auch die Behandlung mit Aloe-Vera, sei es als Pflanze zur
äußeren Anwendung oder in Form des Aloe-Vera-Saftes zur Nahrungsergänzung, weit
verbreitet.
Auch
unsere Urgroßmütter nannten Aloe Vera als die Erste-Hilfe-Pflanze schlechthin.
In Europa ist die Aloe-Vera hauptsächlich als hautpflegendes, wundheilendes und
feuchtigkeitsspendendes Mittel in kosmetischen Produkten bekannt. Der
Aloe-Vera-Saft ist hier erst seit Mitte der 90er Jahre im Handel.
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